Marrakesch – mit einem Kochkurs im Riad El Cadi die marokkanische Küche kennen lernen

Trockene Früchte stehen für die Zubereitung bereit.

Zur Jahreswende ging es für uns in eine Stadt wie aus 1001 Nacht: Marrakesch.
Mit all ihren bunten Facetten, dem leckerem Essen und dem überausleckerem Minztee haben wir uns hier gleich wohl gefühlt.
Einmal an den marokkanischen „Charakter“ gewöhnt, kann man sich schnell auf Land und Leute einlassen. Bei einem Kochkurs im „Riad El Cadi“ haben wir zudem noch mehr über die marokkanische Küche und das marokkanische Temperament kennen gelernt:

Kochen unter freiem Himmel – der Kochkurs im Riad El Cadi

Der Kochkurs im Riad El Cadi war ein Geschenk zu Weihnachten. Er wird z.B. auch im Reiseführer Gewürze aus Marrakesch„Eine perfekte Woche“ von der Süddeutschen Zeitung empfohlen.
Beinhaltet sind eine Shoppingtour, Essen und Getränke. Dieser Kochkurs kostet pro Person 65,-, was für marokkanische Verhältnisse erst einmal teuer erscheint. Angesetzt für diesen Kochkurs sind 4 Stunden.

Zu Beginn des Kochkurses haben wir uns mit einem Guide und einem anderem Pärchen, welches auch am Kochkurs teilnahm, am Djemaa el Fna vor einem Café getroffen. Hier begann unsere sogenannte „Shoppingtour“, die eher dazu da war uns die kulinarischen Besonderheiten der Medina zu zeigen. Eingekauft haben wir hier nicht.

Kulinarische Schätze in der Medina entdecken

Hier gab es einiges zu sehen: von eingelegten Oliven, lebendigen Schnecken, über Eingeweihde bis hin zu riesigen Mengen an Gebäck. Auch der typische Besuch einer Arganölfabrik (bei der wir im übrigen zwei Tage vorher schonmal „gelandet“ sind) blieb nicht aus. Wir gingen in einen schwarzen „Keller“, in dem Tontöpfe mit Essen ins Feuer geworfen wurden. Das Holz kam aus der Werkstatt nebenan, und das Feuer beheizte zusätzlich den Ofen der Bäckerei im nächsten Haus. Die Planung der Marokkaner erweist sich hier als höchsteffizient. Nach dieser 2 1/2 stündigen Tour, die eigentlich nur für eine Stunde geplant war, gingen wir dann zum Riad El Cadi.
Das Riad El Cadi liegt gefühlt aber nur 5 Minuten vom Treffpunkt entfernt, der „gerade“ Rückweg war deutlich kürzer.

Vier Tajines und drei Salate, marokkanische Küche wir kommen!

Dort angekommen wurden wir freundlich von der Besitzerin, dem Koch und seiner Assistentin begrüßt. Ein deutschsprachiger Marokkaner brachte uns frischen Minztee und es gab gleich eine leckere, bereits zubereitete Tajine zum stärken.
Danach ging es direkt ins Eingemachte. Gottseidank nicht wörtlich zu nehmen, bereiteten wir an diesem Tag folgendes zu:

  • eine Tajine mit Zitronenhühnchen
  • eine Tajine mit Stockfisch
  • zwei vegetarische Tajines
  • 3 verschiedene marokkanische Salate

Der Koch, der ausschließlich französisch sprach, zeigte uns die einzelnen Schritte und gab uns hilfreiche Tipps. Die Assistentin übersetzte uns alles ins Englische und sorgte mit ihrer offenen und humorvollen Art direkt für eine Wohlfühlatmosphäre.
Bis auf das Marinieren des Hühnchens haben wir an allen Gerichten mitgewirkt, die zwei vegetarischen Tajines sogar ganz ohne Hilfe zubereitet, gewürzt und gestaltet.

Nach der Arbeit kommt das Vergnügen

Die vegetarische TajineNach der Zubereitung wurden wir auf die wunderschöne Terrasse des Riads gebeten, wo schon alles für uns gedeckt war. Zum Essen wurde uns Wein gereicht, der auch im Preis enthalten war.
Neben den marokkanisch-typischen Tajines waren für uns die marokkanischen Salate die eigentlichen Stars, die sicherlich auch beim „Angrillen“ in Köln einmal nachgemacht werden.

Alles in allem war dies ein wunderschöner Tag im Riad El Cadi. Neben dem Kochkurs ist auch das Hotel sicher einen Besuch wert. Viele verwinkelte Ecken, typische marokkanische Gestaltung, schattige Innenhöfe und eine schöne Sonnenterasse, auf der wir am Ende des Kochkurses unsere gekochten Speisen essen konnten. Auch die Besitzerin, die sich für einen Plausch zu uns setze, ist deutschsprachig und sehr freundlich. Wie auch das restliche Personal.

Von den geplanten vier Stunden haben wir über sechs Stunden im Riad El Cadi verbracht und konnten so den Sonnenuntergang über Marrakesch mit einem Wein genießen. Auch die anfängliche „Shoppingtour“ ist spannend und aufschlussreich, wenn man sich drauf einlässt.
Die Rezepte, die ihr im übrigen für zu Hause bekommt, sind sehr lecker und eigentlich gar nicht so schwer, wie man anfänglich vermutet.
Der Preis ist zwar etwas teurer, aber für die Auswahl an Lebensmitteln, Personal, Getränken und der Location schon gerechtfertigt.
Das wir zu viert 4 Tajines und 3 Salate zur Freude der Küchencrew nicht aufgegessen bekommen haben, braucht sicherlich nicht erwähnt werden.



 

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